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Samstag, 11. Februar 2017

Rezension »Leichenblässe« von Simon Beckett

Charakterbeschreibung:

David Hunter hat mir auch in diesem Buch sehr gut gefallen. Er hatte noch immer mit den Schatten seiner Vergangenheit zu kämpfen - Grace Strachan, Jenny, der Autounfall.
Er wirkte an manchen Stellen des Buches unentschlossen und zerbrochen und hat so die Unruhe und den Schmerz, der ihm zugefügt wurde, perfekt wiedergespiegelt. Er war wieder selbstlos und kümmerte sich sehr um seine Freunde.
Beeindruckt hat mich vorallem sein Verhalten gegenüber gewissen Polizeibeamten, die ihn an Tatorten nicht dabeihaben wollten ! Hier wirkte er entschlossen und wollte sein Können auch an einem anderen Ort als in London präsentieren.
Tom war für mich als ein liebevoller Mann konstruiert, der absolut begabt ist und viel Spaß an seiner Art als Pathologe zu haben scheint. Leider kommt ihm das Alter in den Weg - was seine Persönlichkeit maßgeblich beeinträchtigt. ---Spoiler--- Seine Gesundheit rafft ihn in diesem Buch immer mehr bis zu senem Ende hinweg. Mir war er sehr sympathisch, wenn er oft auch naiv und stur handelte.
Diane Jacobsen war mir nicht ganz geheuer. Erst zum Ende ---Spoiler--- erfährt man, dass sie unter einer Trennung leidet, was ihre kühle und meist distanzierte Haltung erklärt. Ich hatte kurzzeitig das Gefühl, sie könne es mit den Morden zu tjn haben, aber egaaal. Sie wird als attraktiv beschrieben und zugleich einschüchternd, aufgrund ihres kalt wirkenden Auftretens. In einem wichtigen Moment des Buches zeigt sie Schwäche und wirkt menschlicher.
Gardner war wie Profiler Irving nicht unbedingt beliebt bei mir. Ich mochte ihr Verhalten nicht sehr, obwohl Gardner tatsächlich nur Diskretion schaffen wollte und sich sorgte, dass es später bei der Gerichtsverhandlung Probleme mit einem britischen forensischen Pathologen geben könnte. Trotzdem war er mir aufgrund seines Pflichtbewusstseins eher ertragbar als Irving. Er war zwar Psychologe, wirkte aber sehr abgehoben und demonstrierte es auch anhand von Fernsehinerviews.
Er war meiner Meinung nach viel zu einfach gestrickt und nur auf Geld gepolt.
Paul war mir von Anfang an sympathisch, mit seiner aufrichtigen Liebe zu Sam, doch hat er auch immer wieder bewiesen, dass er sich auch sehr gut durchsetzen kann und sich für die Leute einsetzt, die ihm nahestehen.  Er hat mir wirklich gut gefallen, mit seiner Selbstlosigkeit und einem wahnsinninigen Mut.


Inhaltlich muss ich dieses Mal - im Gegensatz zu »Die Chemie des Todes« und »Kalte Asche« - etwas anprangern. Die Spannung hat sich wie schon bei den Vorbänden zu Anfang super schnell und fesselnd aufgebaut und ich konnte gar nichg aufhören zu lesen. Als dann aber dir Sichtweise des Mörders dazu kan, dachte ich, wie kann man nur so dumm sein und das in eine Story einbauen?! Ich fand es sehr ernüchternd, so viel über das Leben des Killer szu erfahren, in seine Gedanken einzudringen. Dieser Part der Geschichte hat mir somit gar nicht gefallen. Was ich schön fand, war die Art, seine Leser auf brutale Weise zu überraschen und sie zu verängstigen, mit der Simon Beckett auch in diesem Roman gearbeiter hat. Man konnte einige Schritte voraussagen, aber nie ganze Stellen. Super cool ist auch das Fachwissen, das dir beim Lesen eingetrichtert wird, da man Dinge über den menschlichen Körper hört, die man sonst nie erfahren würde.
Das wertet die Story meiner Meinung nach enorm auf und hat ihr auch bei mir sehr viele Pluspunkte verschafft!

Fazit:
Obwohl es ein typischer David-Hunter-Roman war, war er leider nicht ganz so umwerfend wie die beiden Vorbände. Trotzdem werde ich Band 4 lesen und mich überraschen lassen - vielleicht ist das Buch wieder besser!

Bewertung:
Da der Thriller ein paar Schwachstellen aufweist, gebe ich dem Buch mittelmäßige
♥♥♥/♥♥♥♥♥

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